DAS UMFELD

Zu den markantesten Kulturlandschaften der Region Berlin- Brandenburg gehört das Finowtal. Es kann als Wiege der brandenburg- preußischen Industrie bezeichnet werden. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts entstand hier – im heutigen Stadtgebiet von Eberswalde – das erste „ industriell“ – gewerbliche Zentrum der Mark. Wie auf einer Perlenschnur sind die Industriesiedlungen, darunter das 1698-1700 begründete Messingwerk, am Finowkanal aufgereit.

Das Messingwerk und seine Siedlung haben eine wechselvolle Geschichte.

Erwähnt sei der Besitzer Gustav Hirsch, der 1863 die Leitung übernahm. Er trug dazu bei, dass die Werkssiedlung erhalten und ausgebaut wurde. 1886 lässt sich Gustav Hirsch ein Wohnhaus bauen, dass 1916 zu einer repräsantativen Villa umgebaut wurde. Die Planung des Umbaues lag in den Händen von Paul Mebes.

Die Mitarbeiterzahl der Messingwerke stieg bis 1907 auf 950. Die entstandene Wohnsiedlung blieb, obwohl nun viele Arbeiter von „außen” ins Werk kamen, der Mittelpunkt des Lebens der Stammbelegschaft .

Gustav Hirsch und später sein Neffe Aron sowie dessen Sohn Siegmund Hirsch trugen nicht nur Verantwortung für den Betrieb, sondern auch für den eigenständigen Gemeindeverband Messingwerk.

Unter den ständigen Erweiterungen der Messingwerksiedlung sind die 1931/32 erbauten 8 Musterhäuser mit neuartigen Kupferblechverkleidungen bemerkenswert.

 

 

 

 

Prägend für die Siedlung sind folgende Gebäude:

  • Hirsch-Villa und Altes Hüttenamt

     


     
  • Torbogenhaus
    (1916-18 errichtet nach Entwürfen von Mebes & Emmerich,
    diente der Erweiterung des alten Hüttenamtes. Bewundernswert sind im
    Eingangsbereich farbenprächtige Mosaiken und die Bleiverglasung im Treppenhaus, entworfen von Cesar Klein, Berlin.)

     

     

     

    Mosaik und Bleiverglasung im Torbogenhaus. Kunstwerke von Cesar Klein.


     
  • Arbeiterwohnhäuser (heute Gustav- Hirsch- Platz)

     

     



     
  • Schule mit 2 Lehrerwohnungen (heute Eichamt Eberswalde)

     



     
  • Friedhofskapelle

     

     

  • Weitere Ansichten
   
    Teufelsbrücke am Finowkanal Ehemaliges Wasserkraftwalzwerk

 

   

    Ehemaliges Verwaltungszentrum (Torbogenhaus) Hofseitig

 

   

    Fries an der Villa-Hirsch Stalldurchfahrt am Gustav-Hirsch-Platz

 

   

    Die Sukka (Laubhütte) am alten Hütten-Amt Über Seilrollen konnte das Dach der Sukka geöffnet werden

 

   

    Gesimsmalerei im Innern der Sukka

 

Lattenrost zum Ausschmücken während des Laubhüttenfestes
   

    Ehemaliger Pferdestall (Pferdekopf am Giebel)

 

 
       
   

 
    Die Sukka inzwischen restauriert und im "Trockenen" untergebracht.

 

 

 

Führungen durch die Messingwerksiedlung nach telefonischer Absprache unter Tel./Fax.: 03334 34509 bietet Ihnen Arnold Kuchenbecker.

 

Der Messingwerker Goldfund vom 16.Mai 1913

 

Er besteht aus 81 Teilen, ist 2,6 kg schwer und hat einen Feingoldanteil von 80 Prozent. Seid 1945 liegt er auf dem Dachboden des Puschkinmuseeums in Moskau

 

 

Einweihung der Stele zur Erinnerung an den Goldfund.

07.10.2005