DER TURM

Er ist das Wahrzeichen des Finowtales und wurde 1917/18 zur Versorgung des industriellen Umfeldes durch die Hirsch, Kupfer- & Messingwerke AG erbaut.

 

 

 


Den Entwurf lieferte der Berliner Architekt PAUL MEBES (1872-1938), einer der führenden Wegbereiter des modernen Städtebaus. Baukünstlerisch fasziniert die beindruckende Formfindung. Der Turm ist architekturgeschichtlich weit überregional bedeutsam als eines der frühesten Beispiele des von gotischen Stilmotiven durchsetzten Backsteinexpressionismus in Deutschland.

Der Standort des Wasserturmes wurde so gewählt, dass das Spiegelbild im Wasserbecken, das sich im Garten der Villa Hirsch befand, eine beeindruckende Wirkung erzielte.


Die Bauausführung erfolgte durch die Eberswalder Firma Adolf Rapaport ,die technischen Anlagen lieferte die Mannheimer Firma Bopp & Reuther. Nachdem der Besucher 260 Stufen hinter sich gelassen hat, ermöglicht nach Beendigung der Sanierung ein umlaufender Aussichtssteg in 44 m Höhe faszinierende Ausblicke. Der Turm hat eine Höhe von 48,60 m. Der Wasserbehälter hatte ein Fassungsvermögen von 200 m3 .

Der Eberswalder Heimatforscher Rudolf Schmidt schrieb 1918 schwärmerisch:
„Wenn du hier oben stehst und den Blick so weit, so ungeheuer weit hinausschicken kannst in die märkisch Heide, dann muss es dich packen; wie unendlich schön bist du doch, du stilles märkisches Land mit deinen blauenden Seen und deinen grünen Wäldern.“