Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld e.V.
Der Verein für die Geschichte des Messingwerkes.

Stiftungen

... die den Erhalt und die Sanierung des Wasserturm's unterstützen:

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Barnim

Engagement für ausgewählte landescharakteristische Vorhaben

Das Selbstverständnis der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, den Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt ist von dem Bewußtsein und der Wertschätzung geprägt, für und in Kulturlandschaften tätig zu sein, die zu den ältesten und gleichzeitig innovativsten in Europa gehören und wesentlich zur Identität der Deutschen beitragen. An eigene Vorhaben wie an Projekte Dritter, die sie fördert, stellt die Ostdeutsche Sparkassenstiftung den Anspruch hoher Qualität und landescharakteri­stischer Bedeutung. Eine überzeugende Konzeption, eine klare künstlerische Handschrift und die Begegnungsmöglichkeit mit einem signifikanten ostdeutschen Kulturstandort sind maßgebliche Kriterien für die Projekt- und Förderentscheidungen der Stiftung.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung sieht eine Aufgabe darin, an einer kulturaktiven Bürgergesellschaft mitzuwirken, und unterstützt projektbezogen private, ehrenamtliche Initiativen, welche das kulturelle leben kompetent und nachhaltig mittragen. Sie erachtet es als wertvoll, wenn es nicht die kulturellen Einrichtungen selbst sind, sondern möglichst Fördervereine, die deren Arbeit gezielt begleiten, welche ein Anliegen an die Stiftung herantragen.

Die Stiftung erwartet, daß Antragsteller Eigenmittel in Projekte einbringen. Dabei können finanzielle Zuwendungen der Ostdeutschen Sparkassenstiftung dazu dienen, nicht nur vorhandene Eigenmittel zu verstärken, sondern vor allem auch zusätzliche Komplementärmittel der Europäischen Union, des Bundes, der Länder bzw. der Kommunen sowie weiterer geeigneter Drittmittelgeber projektbezogen einzuwerben.
Gemeinsam mit den Sparkassen erwartet die Ostdeutsche Sparkassenstiftung von Projektträgern, die sie unterstützt, Professionalität des Kulturmanagements, Wirtschaftlichkeit in der Projektsteuerung und Wirksamkeit des Projektmarketings.

Antragsanliegen erreichen die Ostdeutsche Sparkassenstiftung über die örtlich zuständigen Sparkassen Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens und Sachsen-Anhalts. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung begrüßt es, wenn ihr Antragsunterlagen, die ihr über die örtliche Sparkasse zugeleitet worden sind, möglichst neun bis zwölf Monate vor Beginn eines Projektes vorliegen.
Berliner Vorhaben werden nicht gefördert. Dies gilt auch für Projekte in Brandenburg, deren Träger ihren Sitz in Berlin haben.

Die Stiftung ist grundsätzlich projektbezogen tätig. Die Finanzierung laufender Personalkosten, laufender Sachkosten, von Bauunterhaltungsmaßnahmen (bis auf Maßnahmen der Denkmalpflege) sowie von Investitionskosten (Z.B. Kosten für die Ausstattung mit Haustechnik, Ausstellungsvitrinen oder weiteren Einrichtungsgegenständen) wird nicht unterstützt.

Auch die G. und H. Murmann Stiftung unterstützt die Sanierung und Erhaltung des Wasserturms. Hier Heinz Murmann mit Frau zu Besuch im März 2005.

Dr. Heinz Murmann mit Frau zu Besuch im März und im November 2005

 


Hier ein kleiner Einblick in die Entstehungsgeschichte der Stiftung, entnommen der gleichnamigen Broschüre:

Dr. HEINZ MURMANN

ZEHN JAHRE ­ NUR EIN ANFANG

Die G.und H. Murmann-Stiftung von 1994 bis 2004

Morgendliches Joggen im Wald lockert die Gedanken und setzt Einfälle frei. Diese Erfahrung machte Heinz Murmann, zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts Büroleiter des "Kölner Stadt­Anzeiger" in Bonn, mehrfach, besonders intensiv aber im Herbst 1992 oder im Frühjahr des folgenden Jahres. So genau läßt sich das nicht mehr feststellen. Eben bei diesem Joggen - früher sprach man von Waldlauf - durchzuckte es ihn plötzlich. "Warum," fragte er sich, "nur darüber schreiben ­warum es nicht auch tun?" Das war der Augenblick, in dem die G.und H.Murmann-Stiftung entstand, wenn es auch noch eine Weile dauern sollte, bis es sie wirklich gab.

Die G. und H. Murmann-Stiftung wurde am 12. August 2004 zehn Jahre alt Grund genug, zurückzublicken, Rechenschaft abzulegen, Bilanz zu ziehen und, soweit möglich, in die Zukunft zu schauen. Die kleine, gemeinnützige "rechtsfähige Stiftung des privaten Rechts" betreibt, mit bescheidenen Mitteln, Denkmalschutz, insbesondere in den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie kann außerdem etwas tun für öffentlich zugängliche Bibliotheken und Stipendien an ausgebildete oder künftige Restauratoren vergeben.

In dieser Broschüre habe ich versucht, etwas über die Gründung der Stiftung, ihre bisherige Tätigkeit, ihre Arbeitsweise und Perspektiven, aber auch etwas über die Motive, die Erwartungen und Erfahrungen der Stifter zu sagen. Dies soll auch der Orientierung jener dienen, die nach den heute tätigen Gremien die Stiftung leiten werden. Hildegard Hannappel hat die Mühe auf sich genommen, aus eigener Anschauung und nach den mittlerweile umfangreichen Akten die Förderprojekte aus diesen Jahren anschaulich darzustellen - eine Heidenarbeit! Pia Rumler-Detzel berichtet auf liebenswürdige Weise über die Erfahrungen einer "Gremie". Mein Dank gilt den beiden Damen, sowie den übrigen Mitgliedern des Vorstands und des Kuratoriums. Sie haben Zeit und Arbeitskraft an die Stiftung gewendet Sie mögen in der Veröffentlichung dieser Schrift auch einen Akt der Anerkennung für ihre selbstlose Tätigkeit sehen.

Vielleicht kann darüber hinaus auch der eine oder andere, der am Stiftungswesen interessiert ist, hier Anregungen, oder sogar Motivation, finden. Alles, was hier zu lesen ist, entstammt unmittelbarer Stiftungs-Erfahrung. Nicht zuletzt freilich ist "Zehn Jahre - nur ein Anfang" als Hommage an Geerte Murmann gedacht, die Mit-Stifterin, die im Jahr 2000 gestorben ist.

Troisdorf, im Sommer 2004