360° - Finower Wasserturm

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Bei dieser Ansicht, handelt es sich um eine barrierefreie Version,
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verknüpfte Standpunkte

Laubhütte (Sukka)
Torbogenhaus

enthaltene Informationen

ehemalige Bewohner der Siedlung

Hier können Sie einige Fotos und Zeichnungen von Einwohnern der Messingwerksiedlung sehen, die im 19. und im 20. Jahrhundert in dieser Siedlung lebten oder wirkten. Dazu gehören Lea Hirsch (Frau von Gustav Hirsch), Aron Hirsch, Siegmund Hirsch (Sohn von Aron Hirsch) sowie Gothard und Ester Calvary und einige weitere jüdische Bewohner.

Standort der Laubhütte bis 2006

Ein Blick vom Wasserturm auf das alte Hüttenamt zeigt, wo sich die Laubhütte bis zur Sanierung 2006 befand: an der Rückseite des Amtsgebäudes auf einem daneben gestellten Balkonanbau. Weil an der Rückseite des Gebäudes inzwischen ein Laubengang installiert worden ist (zur besseren Erschließung der Wohnungen), wurde diese Hütte nach der Restaurierung im Gedenkraum für das jüdische Leben im Messingwerk aufgestellt.

Landwirtschaft im Messingwerk

Bereits 1917 wurde wegen der schlechten Versorgungslage im I. Weltkrieg und in der Zeit danach ein landwirtschaftliches Gut in Messingwerk angelegt. Die Messingwerk-Arbeiter hatten wegen der Belastung mit Metalldämpfen Anspruch auf 1 Liter Milch pro Tag und Person kostenlos bereitgestellt zu bekommen vom Arbeitgeber. Auch dazu diente die Landwirtschaft sowie zur Ausbildung auswanderungswilliger Jugendlicher (Hachschara) und zur Versorgung der werdenden und stillenden Mütter sowie deren Kinder.

Laubhütte in der Messingwerksiedlung

So sieht die 2006 restaurierte Laubhütte (Sukka) aus. Zum jährlichen Laubhüttenfest (Sukkot) gedenken die Juden an die 40 Jahre Wanderung durch die Wüste und die Einbringung der Ernte. Normalerweise wird die Laubhütte von der ganzen Familie für die Familie aus vorwiegend Vor-Ort-Material gebaut und muss nur etwa 1 Jahr bestehen bleiben. Diese Laubhütte brachte es auf etwa 90 Jahre. (1916 gebaut und 2006 wieder gefunden.)

Fragmente von Thorarollen

In diesem Gedenkraum befinden sich 2 Fragmente von Thora-Rollen. Das erste ist verdeckt durch ein Tuch und ist 54 x 49 cm groß. Das Teilstück wurde auf einer wilden Müllkippe in Finow gefunden. Das zweite ist 187 x 54 cm groß und wurde von einem Finower Bürger aus der Clara-Zetkin-Siedlung beim Aufräumen seiner Garage in einem Schrank gefunden. Nachdem der Text geprüft wurde, stellte sich heraus, dass es sich um einige Kolumnen aus dem 1. Buch Mose, der Genesis handelt. Beide Fragmente sind als Dauerleihgabe im Raum vor Sonnenlicht geschützt untergebracht.