VR 360° - Finower Wasserturm

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verknüpfte Standpunkte

Luft Am Turm
Vor dem Turm
Messingwerkhafen
Torbogenhaus
Gustav-Hirsch-Platz
Villa Hirsch

enthaltene Informationen

Schulgebäude in Messingwerk

Nachdem der Gutsbezirk Messingwerk im Jahre 1920 eine selbstständige Gemeinde geworden war, entschlossen sich die Bürger, als Ersatz für die zu kleine alte Schule in der ehem. Max-Hesse-Straße eine neue Schule zu bauen. Den Grund und Boden stellte Familie Hirsch als Eigentümer des Messingwerks unentgeltlich bereit. In den Jahren 1922/23 wurde nach einem Entwurf des Werksarchitekten K. Wolff durch die Fa. A. Rapaport der Gebäudekomplex mit Schulhaus, Turnsaal und Lehrerwohnhaus erbaut (Foto). Heute nutzt das Eichamt Eberswalde nach umfangreicher Sanierung 1992/1993 das Gebäudeensemble.

Friedhof von Messingwerk

In den ersten Jahren als selbstständige Gemeinde wurde ein gemeindeeigener Friedhof für Messingwerk errichtet. Die Trauerhalle wurde nach einem Entwurf des Werksarchitekten K. Wolff durch die Fa. Rapaport erbaut. (siehe Foto) Den Grund und Boden stellte die Familie Hirsch kostenfrei zur Verfügung. Der Friedhof wurde 1925 durch den Ortspfarrer Schiele eingeweiht und wird bis heute auch genutzt. Das beeindruckende Eingangstor zum Friedhof soll durch den Eberswalder Kunstschlossermeister Karl Kirchner geschaffen worden sein.

ehem. Ziegelei Schüßler

Der Schornstein verweist auf die noch bis in die 1970-er Jahre des 20. Jahrhunderts produzierende Ziegelei von Fam. Schüßler. Einige Gebäudereste der ehemaligen Ziegelei sind noch zu finden.

Turmgrube

Hier handelt es sich um eine ehemalige Tongrube, die nach der Tonentnahme stillgelegt wurde und sich danach mit Wasser füllte. Diese Art Gruben gibt es zahlreiche in der Gegend. Seitdem als wird sie auch als Turmgrube (Grube am Wasserturm) bezeichnet. Der Versuch, darin zu schwimmen, ist gefährlich und sollte lieber unterlassen werden.

Barschgrube

Westlich neben dem Mäckersee befindet sich die Barschgrube. Das ist eine ehemalige Tongrube, deren Inhalt zu Abdichtungszwecken für den heutigen Oder-Havel-Kanal genutzt wurde. Zu DDR-Zeiten wurden an der Barschgrube zahlreiche Erholungsgrundstücke eingerichtet, die für Datschen bzw. Kleingärten genutzt wurden und noch immer werden.

Mäckersee

Hier befindet sich der Mäckersee. Am See befand sich früher eine öffentliche Badestellen, die von vielen Finowern gerne in der warmen Jahreszeit zum Baden genutzt wurde. Das Foto daneben stammt aus dem Jahr 1943. Inzwischen ist das Gelände verkauft und wird privat genutzt.

Clara-Zetkin-Siedlung

Nördlich vom Oder-Havel-Kanal befindet sich die Clara-Zetkin-Siedlung, die bereits in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts als Werkssiedlung des Messingwerks geplant wurde. Den Grund und Boden kaufte Siegmund Hirsch als Vorstand von HKM. Allerdings begann die Bebauung erst in den frühen 30-er Jahren mit der Errichtung erster Häuser für die Mitarbeiter des Messingwerks. Der Name der Siedlung wurde durch die StVV von Finow nach 1945 von vorher "Dietrich-Eckart-Siedlung" in "Clara-Zetkin-Siedlung" geändert.

Kupferhäuser als Mustersiedlung

Hier befinden sich 8 Musterhäuser, die als Kupferhäuser 1931 und 1932 aufgestellt worden sind. Zur genaueren Information gibt es zwei Vitrinen im Wasserturm, eine unter und eine in dem ehemaligen Wasserbehälter. (siehe auch nebenstehendes Foto)

Hallen Walzwerk Finow (Neuwerk)

Hier stehen die Hallen des ehem. Walzwerks Finow. An diesem Standort befanden sich bis 1945/46 die Hallen des Neuwerks vom Messingwerk, die dann als Reparationszahlung an die Sowjetunion abgebaut wurden. Um 1955 wurden auf den Fundamenten des Neuwerks die Hallen für das Walzwerk Finow aufgestellt. Das Walzwerk produzierte noch nach der Wende, bis es 2012 in die Insolvenz geführt wurde.

Gebäude in der Ferne

Die in der Ferne sichtbaren Gebäude hinter den Hallen des Walzwerkes sind von rechts nach links: - das ehemalige Kraftfutter-Mischwerk, heute Märka GmbH - Mega Tierernährung - Kran am Hafen von Eberswalde (Technische Werke Eberswalde) - Holzkraftwerk und Pelletwerk Alle befinden sich am Oder-Havel-Kanal.

Hallen des Altwerks vom Messingwerk

Hier kann man einige Hallen des ehemaligen Altwerks vom Messingwerk sehen. Sie waren bis 1920 Produktionshallen des Messingwerks und wurden bis 1945 als Lagerhallen genutzt. Nach 1945 waren sie von der NVA als Hallen für Ersatzteile von Panzern genutzt worden. Seit etwa 1992 stehen sie leer.

Flugplatz Finow

Hier befindet sich der Fluplatz Finow, erbaut im 20. Jh. Da zum Ende des 20. Jahrhunderts dort auf weiten Flächen des Geländes Photovoltaik-Platten zur Stromgewinnung aufgestellt wurden, sehen die Flächen vom Umgang des Wasserturms aus wie ein See. Über die linke Ecke des Flugplatzes kann man den Fernsehturm in Berlin teilweise sehen. Die Start- und Landebahn des Flugplatzes ist noch für Kleinflugzeuge nutzbar. Das Gelände dient der luftfahrthistorischen Sammlung als Museum.

Finowkanal

Der Bau des ersten Finowkanals wurde 1603 von Kurfürst Joachim Friedrich in Auftrag gegeben und 1605 begonnen. Durch den 1618 beginnenden 30-jährigen Krieg wurde der Bau verzögert, konnte aber 1620 mit einem ersten Schiff in Richtung Oder vollendet werden. Infolge fehlender Instandsetzungen im Krieg verfiel der erste Kanal im 17. Jahrhundert. Erst unter König Friedrich II. begann 1743 der Bau des zweiten Finowkanals. So wurde bereits nach 3 Jahren 1746 der zweite Kanal mit einem mit Salz beladenen Kahn eingeweiht. Heute bemüht sich ein Zweckverband um den Erhalt von Schleusen und Kanal.